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Studentenweltmeisterschaft in China

Bei den 15. World University Championships Rowing (WUC) in Shanghai, hat das Team des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) mit einem guten Gesamtergebnis überzeugt. Alle sechs Boote schafften den Sprung in die A-Finals und sorgten für drei silberne und eine bronzene Medaille auf dem Shanghai Water Sports Center. Bei einsetzendem Regen und auffrischendem Wind wurden die Bedingungen im Lauf des Tages zunehmend anspruchsvoller. „Viele Athleten haben sich mit den Bedingungen schwergetan, unsere Sportler haben ihren Fahrplan in den engen Entscheidungen eingehalten.“, war Trainer Heiner Schwartz zufrieden.

Den Auftakt machte der Männer Zweier-ohne mit Jakob Gebel und Marc Leske. Bereits im Vorlauf hatten die beiden Studenten aus Dortmund und Duisburg bereits Medaillen-Ambitionen angedeutet. Im Finale knüpften sie dran an. Sie konnten zwar die starken Englänger nicht entscheidend unter Druck setzen, wehrten alle Angriffe der Italiener aber ab und sicherten sich die hochverdiente Silbermedaille.

Joachim Agne gehörte als Halbfinalsieger zu den Favoriten im Leichtgewichts-Einer. Erwartet stark ging er das Rennen an und setzte sich mit einer Bootslänge an die Spitze des Feldes. Bei 1000m musste er den stark rudernden Neuseeländer jedoch passieren lassen und konnte trotz eines starken Auftritts den Spieß nicht mehr umdrehen. Die Silbermedaille vor Italien war verdienter Lohn für ein gutes Rennen des Würzburger Informatikstudenten.

Julian Schneider und Jonathan Schreiber, Medaillisten der diesjährigen U23-WM, wollten wieder in die Medaillen rudern. „Alle Boote hatten in den Vorrennen starke Leistungen gezeigt. Das Niveau des Feldes ist beeindruckend.“, meinte Schneider, Wirtschaftsstudent der Uni Mainz. Entsprechend eng ging es im Feld zu, wobei Schreiber/Schneider immer in den Medaillenrennen lagen. Bis 1500 Meter ruderte das adh-Duo auf Rang zwei hinter Tschechien, setze sich dann aber an die Spitze des Feldes. Im Endspurten konnten sie das Tempo der ebenso stark aufkommenden Italiener nicht mehr kontern, hielten die spurtenden Südafrkaner aber in Schach und freuten sich sichtlich über die dritte Silbermedaille des Tages.

Die Leipziger Sportstudentinnen Marion und Johanna Reichhardt hatten sich im Leichtgewichts-Doppelzweier eine Medaille vorgenommen. Die favorisierten Italienerinnen setzten sich von Beginn an vor das Feld, die Leipziger Studentinnen schoben sich aber schlag für Schlag nach vorn und kämpften mit weiteren drei Booten ab der Streckenhälfte um die Medaillen. Während sich die Chinesinnen über eine starke zweite Streckenhälfte letztlich klar durchsetzen kämpften Italien, Deutschland und Australien heiß um die Plätze. Entsprechend groß war auf der Ziellinie die Freude über Bronze hinter den Zweiern aus China und Australien.

Christian von Warburg zeigte im Männer-Einer ein starkes Finalrennen, hielt lange Zeit engen Kontakt zur Spitze. 500 Meter vor dem Ziel musste er die ersten drei Boote ziehen lassen und wurde Fünfter. „Das war ein anspruchsvoller Wettkampf. Ich habe von Rennen zu Rennen eine Schippe draufgelegt und bin insgesamt sehr zufrieden.“, resümierte der Hamburger Ingenieurstudent.

Auch die Rostocker Lehramtsstudentin Julia Leiding verpasste die Medaille mit Platz sechs. Die Studentenweltmeisterin von 2016 zeigte ein engagiertes Rennen, musste zur Streckenmitte aber anerkennen, dass die Medaillen diesmal zu weit weg waren. „Ich konnte bei drei WUC-Teilnahmen erleben, dass die Studentenwettkämpfe einen tollen Beitrag zum Erfahrungsschatz und der Persönlichkeitsentwicklung der Sportler leisten.“, zog die 25jährige dennoch eine versöhnliche Bilanz.

adh-Disziplinchef Sören Dannhauer war vom Auftritt der Aktiven angetan. „Es haben nicht alle Leihboote optimal gepasst. Und das Klima war eine zusätzliche Herausforderung. Die Sportler sind aber sehr konstruktiv damit umgegangen. Das war sportlich gut und hat auch abseits davon Spaß gemacht.“

Text: Melanie Baues/adh

Mehr Informationen gibt es hier: http://www.adh-rudern.de/

European Games Glasgow

Nach einem 8-tägigen Trainingslager in Dortmund ging es für Julia mit ihren Mannschaftskollegen aus dem Doppelvierer (Constanze Duell (München), Julia Lier (Halle) und Frauke Hundeling (Hannover)) Richtung Glasgow zu den Europameisterschaften im Rudern. Im 20km entfernten Hamilton, stellten sich die vier Frauen im Strathclyde Park im Doppelvierer der internationalen Konkurrenz. Insgesamt hatten 11 Boote gemeldet. Neben den starken Booten aus Polen, der Ukraine und den Niederlanden rechnete sich Julia gute Chancen aus im Finale, um die Medaillen mitzukämpfen. Nachdem Vorlauf, in welchem sie einen 4. Platz erruderten, war klar, dass sie den Anlauf ins A-Finale über den Hoffnungslauf nehmen mussten. In einem soliden Rennen reichte es jedoch auch dort nur zu Platz 4. Die Enttäuschung war im ersten Moment groß für die frisch zusammengesetzte Mannschaft, die sich deutlich mehr erhofft hatte. Dennoch äußerte sich Julia dazu realistisch: „Mit einer kurzen Vorbereitungszeit, ohne gemeinsame Rennerfahrung, international vorne mitmischen zu wollen, reichen 8 Tage Training nicht aus. Viele Mannschaften sind die 3 Weltcups zusammen gerudert und trainieren seit Monaten zusammen. Da vergleichen wir Äpfel mit Birnen.“ Nach dem sie hochmotiviert im B-Finale an den Start gegangen sind, konnten Julia am Ende der EM einen 9. Platz für sich verbuchen. Julia findet trotzdem noch ein paar versöhnliche Worte für den Abschluss der EM: „Das ist nicht das Ergebnis, was wir uns als Mannschaft vorgenommen haben, aber wir konnten uns von Rennen zu Rennen steigern und sind unser bestes Rennen im B-Finale gerudert“. Lange durchatmen kann Julia nicht. Direkt am Dienstag geht es für Julia nach China, Shanghai. Dort nimmt sie an der Studentenweltmeisterschaft im Rudern teil, wieder im Einer, wie bereits 2016. Mit der Veranstaltung verbindet Julia nur positive Erinnerungen. „Vor zwei Jahren konnte ich in Poznan Studentenweltmeisterin im Einer werden. Nach einer schwierigen Saison, ohne Teilnahme an der WM in Plovdiv im September, freue ich mich riesig auf die Veranstaltung, die gemeinsam mit dem Allgemeinen Hochschulverband (adh) und unabhängig vom DRV organisiert wurde.“ Die 24-Jährige schwärmt von einer besonderen Stimmung auf dieser Veranstaltung, von der sie uns nach der WUC mehr erzählen wird.

Deutsche Hochschulmeisterschaften 2018

Die erfolgreichen Studentinnen des RRC (Foto: RRC)


Am vergangenen Wochenende fanden die 71. Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern auf dem Brandenburger Beetzsee statt. Die DHM sind seit einigen Jahren der Saisonhöhepunkt der Ruderer aus den Trainingsgruppen der Rostocker Studenten.
Die Trainingsgruppe der Studenten des RRC wurde auf den diesjährigen DHM durch Anja, Pauline und Laura vertreten, die gemeinsam mit Johanna und Iris im gesteuerten Gig-Doppelvierer der Frauen an den Start gingen. Ebenfalls vor Ort war Marten, der das Team betreute.
In einem Feld von 19 Booten sicherten sich die Rostockerinnen souverän den Einzug ins Halbfinale und konnten so den Hoffnungsläufen ihres Rennens von der Tribüne aus zusehen. Auch im Halbfinale zeigte das Rostocker Boot eine starke Leistung und sicherte sich als zeitschnellstes Boot eine gute Ausgangsposition für das A-Finale. In einem spannenden Rennen, das mit den letzten Schlägen entschieden wurde, verpassten die Rostockerinnen knapp die Medaillienränge und erreichten den 4. Platz.

Text: Laura

Saisonhöhepunkt der Kinder

Vor zwei Wochen haben sich 16 unserer Kids für den Bundeswettbewerb qualifiziert.
Wir wünschen Euch, Willi, Marten, Malte, Wilson, Paul, Ruben, Amelie, Ben, Cornell, Lia, Noemi, Ares, Finn, Eric, Fabian und Alexander, ganz viel Erfolg!
Infos rund um die Regatta sowie Melde- und Rennergebnis findet ihr hier: Bundeswettbewerb

Deutsche Jahrgangsmeisterschaften in Köln

Vom 21.06. – 24.06. fanden in Köln auf der schönen Regattastrecke Fühlingen die deutschen Jahrgangsmeisterschaften statt. Das sind die deutschen Meisterschaften der JuniorInnen B (U17), JuniorInnen A (U19) und der U23 Ruderer.
Am Donnerstag und Freitag fanden die Vor- und Zwischenläufe statt, in denen sich die Jugendlichen für die Halbfinals am Samstag qualifizieren mussten. Die Finale fanden am Sonntag statt.
Der Doppelvierer der Junioren A vom Landesruderverband MV mit unserem Philip Jürß und Oliver Holz und Ole Senz an den Steuerseilen musste nach einem 2. Platz im Vorlauf zwar noch den Hoffnungslauf absolvieren, den sie aber klar für sich entscheiden konnten.
Die Mädchen mit Steuerfrau Emely Nehls sowie Helen Kath und Mathilda Kitzmann an den Skulls konnten sich den Hoffnungslauf sparen, denn Sie gewannen Ihren Vorlauf klar und konnten somit gleich in das Halbfinale am Samstag einziehen. Das war in Anbetracht der vorherigen Leistungen bei den Vorbereitungsregatten in Bremen, Hamburg und Brandenburg schon mal eine prima Leistung.
In den Halbfinals am Samstag war es dann notwendig unter die ersten drei zu kommen, um am Sonntag im Finale starten zu dürfen. Und unsere Doppelvierer waren richtig stark unterwegs. Sowohl die Jungen, als auch die Mädchen gewannen Ihre Halbfinals und freuten sich ausgelassen über die Finalteilnahme.
Der Sonntag begann aus MV-Sicht mit einem Sieg des Leichtgewichts Theo Zarnkow vom ORC im Junior B-Rennen schon ganz stark. Die Läufe der Doppelvierer waren dann für die Sportler, aber auch die angereisten Eltern oder die per Livestream zuschauenden Angehörigen Spannung pur. Die Mädchen gaben alles und setzten sich couragiert an die Spitze des Feldes und diese Position gaben Sie auch im gesamten Rennen nicht mehr her. Sie kämpften und verteidigten Ihren 1. Platz bis zum Ziel – DEUTSCHER MEISTER! Da kannte die Freude bei allen kein Halten. Aber dann galt es noch die Jungs im Doppelvierer zu unterstützen. Und auch die machten Ihre Sache gut, ein 5. Platz im A-Finale war eine super Leistung, da in der dieser Zusammensetzung mit den Sportfreunden Julian Schröder vom ORC und Clemens Jeschke aus Schwerin nicht immer regelmäßig trainiert werden konnte.
Insgesamt konnte MV Acht (!) Meistertitel mit seiner kleinen Delegation gewinnen, ein ganz starkes Ergebnis, und der RRC hatte einen großen Anteil daran.
Link zum Zeitungsartikel.


Text: Tino Kitzmann
Foto: RRC

Die Jugendsportspiele und der Landesentscheid 2018 im RRC

Am vergangenen Wochenende richtete der RRC zusammen mit dem Landessportbund und der Hansestadt die 14. Jugendsportspiele im Rudern und den Landesentscheid der Kinder für Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern aus. Mit einem Teilnehmerfeld von 280 Sportlern, 40 Betreuern und rund 30 ehrenamtlichen Helfern war die diesjährige Regatta eine der größten Regatten in der Vereinsgeschichte. Am Samstag absolvierten die Kinder jeweils nur ein Rennen: die Langstrecke über 3.000m. Am Nachmittag konnten die Vereine am bunten Rahmenprogramm der Jugebdsportspiele teilnehmen, bevor am Abend die Sportlerparty im Studentenkeller startete. Nach einer regnerischen Nacht stand am Sonntag für die Sportler die Kurzstrecke auf dem Programm: für die jüngsten sind dies 500m, für alle anderen 1.000m. Bei aufbrechendem Himmel und später bei klarem Sonnenschein konnten alle Rennen bei fairen Wetterbedingungen stattfinden.
Aus Sicht des RRC’s stachen besonders die tollen Ergebnisse der ältestens Jungs hervor, die in allen Rennen, bei denen sie starteten, Medaillen einfuhren. Allen Kids, die sich für den in 2 Wochen stattfindenden Bundeswettbewerb in München qualifiziert haben, wünschen wir viel Erfolg und eine eindrucksvolle Regatta.
Für die Unterstützung bei der Vor- und Nachbereitung und der Durchführung unserer Regatta bedanken wir uns bei allen Helfern, Trainern, Wettkampfrichtern, dem Landessportbund und der Hansestadt mit seinen Ämtern. Besonders das Organisationsbüro der Jugendsportspiele hat hervorragende Arbeit geleistet.
Die Ergebnisse des Wochenended findet ihr hier.

Die Nachwuchsruderer des RRC sind sichtlich glücklich über ihre Leistung (Foto: RRC)

Medaillenregen bei den Jugendsportspielen

Medaillenregen beim RRC (Foto: RRC)

Am ersten Wettkampftag galt es für die Kinder, sich auf der Langstrecke zu beweisen. Vor und nach dem langen Kanten gingen die Junioren jeweils zur 1.000m Strecke an den Start. Bei sonnigem und warmen Wetter haben sich die 300 Teilnehmer spannende Wettkämpfe geboten und die Qualifizierungen für den Bundedwettbewerb unter sich ausgetragen. Heute geht es dann für alle auf die Kurzstrecke.

Nur noch eine Woche

…bis zu den 14. Jugendsportspielen und dem Landesentscheid der Kinder für MV, Bremen und Hamburg.
Unsere Helfer bereiten alles auf Hochtouren vor und freuen sich auf Euch!

Wenn Ihr Euch bereits jetzt das Meldeergebnis und weitere Hinweise anschauen wollt, schaut doch mal auf den Blog von RudernInRostock.
Dort werdet Ihr am Wettkampfwochenende auch die Ergebnisse finden. Mehr Infos gibt es hier.

59. Internationale Ratzeburger Ruderregatta

Traditionell findet am ersten Juniwochenende die Internationale Ratzeburger Ruderregatta statt. Für den RRC ging am Sonntag Julia Leiding im Frauen-Einer an den Start. Im Vorlauf konnte sie das gesamte 8-Boote-Feld auf Distanz halten und fuhr mit der schnellsten Vorlaufzeit aller Athletinnen über die Ziellinie. Im Finale traf Julia dann unter anderem auf Olympiasiegerin Julia Lier, sowie Marie-Louise Dräger, die inzwischen für Schwerin startet. Nach verhaltenen 1000 Metern kam Julia im besser in Fahrt und konnte auf dem letzten Teilstück dicht an die beiden führenden Boote heranrudern. Innerhalb von 1,5 Sekunden überquerten die ersten drei Boote die Ziellinie, Platz 3 hieß es am Ende für die RRC-Sportlerin. Nach einigen Rückschlägen am Anfang dieser Saison zeigten sich Julia und ihr Trainer Rene Burmeister zufrieden mit dem Rennausgang. „Julia hat die besprochenen Aufgaben gut in beiden Rennen umgesetzt und eine starke zweite Rennhälfte abgeliefert“, freute sich der Coach.

Text: RRC

Interview mit K. Köster auf mv-sport.de

„Endlich die lang ersehnten Schwielen an den Händen…“

Kati Köster, Vorsitzende des Rostocker RC von 1885, über die bisherigen rudersportlichen Wochen 2018, die kommenden internationalen Regatten, den Ruder-Nachwuchs beim RRC, die Ruder-Bedingungen in Rostock  und die Ambitionen von RRC-Ruderin Julia Leiding.

Interview

Frage: Vier sportliche Monate liegen hinter uns. Welche Veranstaltungen im Rudern standen schon auf dem Programm? Wer konnte besonders beeindrucken?

Kati Köster: Unsere Rudersaison begann am 24. März mit dem Stegeinsatz. Seitdem kamen bereits alle Mitglieder auf ihre Kosten. Die Breitensportler starteten beim ersten 50 Kilometer-Langstrecken- Cup und holten dort die ersten lang ersehnten Schwielen an den Händen.

Unsere Kids waren bereits zur Langstrecke im Nachbarverein in Kessin, dem Olympischen Ruderclub Rostock. Dazu kamen die Regatten in Lübeck und Rüdersdorf, bei denen auch unsere Jüngsten endlich die erste Wettkampf-Luft schnuppern konnten.

Die Wanderruderer unternahmen jüngst ihre Pfingstfahrt auf der Oberwarnow. Bei den Spitzen-Sportlerinnen bzw. -Sportlern wird der Rostocker Ruderclub auch in dieser Saison durch Julia Leiding vertreten. Sie stellte ihr Können bereits auf der Langstrecke in Leipzig bei der ersten nationalen Kaderüberprüfung mit dem sechsten Platz unter Beweis. Zur anschließenden Kleinbootüberprüfung musste Julia leider krankheitsbedingt abmelden.

Frage: Was sind die Höhepunkte in den kommenden Monaten?

Kati Köster: So wie die Ruder-Saison auch in den vergangenen Monaten für alle etwas parat hielt, wird es auch bis zum Ende der Rudersaison weitergehen. Im Bereich des Spitzen-Sportes müssen wir für Julia derzeit noch die Daumen drücken, weil sie durch ihren krankheitsbedingten Ausfall aktuell nicht für die Nationalmannschaft nominiert ist.

Für unsere Kids ist der nächste Höhepunkt der Landesentscheid als Qualifikation zum Bundeswettbewerb. In diesem Jahr richten wir als Rostocker Ruderclub diese Regatta in Kooperation mit dem Landessportbund und der Hansestadt Rostock als Landesjugendsportspiele für die Bundesländer Mecklenburg- Vorpommern, Hamburg und Bremen aus.

Mit einer erwarteten Teilnehmerzahl von fast 300 Aktiven ist die Ausrichtung dieser Regatta für den ganzen Verein ein Highlight. Der Bundeswettbewerb selbst ist dann natürlich das große Ziel für die Kinder. In diesem Jahr reist die Trainingsgruppe dazu nach München an die Olympiastrecke von 1972.

Unsere Studenten werden ihre Deutschen Hochschulmeisterschaften im Juli in Brandenburg auf dem Beetzsee absolvieren. Dort starten sie zwar nicht als Rostocker Ruderclub, sondern als Universität Rostock, vertreten jedoch mit Booten und Skulls die Vereinsfarben.

Und bereits am kommenden Wochenende fahren unsere Wanderruderer nach Stralsund zum diesjährigen Landeswanderrudertreffen.

Frage: Wie beurteilen Sie das internationale Ruder-Geschehen 2018?

Kati Köster: Hannes Ocik ist zurzeit mit seinen Olympia- und WM Erfolgen der erfolgreichste Ruderer in M-V. Durch die Unterstützung des Bundes, des Landes und der Hansestadt bestehen im Landesleistungszentrum in Rostock zudem auch für den Nachwuchs aus M-V tolle Trainingsbedingungen.

Es ist in den letzten Jahren schwieriger geworden, den Nachwuchs dauerhaft für den Leistungssport zu begeistern. Rudern als Ausdauersportart erfordert erhebliche Trainingsumfänge, wenn man langfristig erfolgreich sein will. Dazu kommt, dass die Ausbildung oder das Studium mit dem Sport vereinbart werden muss. Zum jetzigen, noch frühen Zeitpunkt der Saison ist es schwierig die Leistungen im internationalen Vergleich einzuschätzen. Das erste internationale Aufeinandertreffen in 2018  ist der Weltcup in Belgrad vom 1. bis 3. Juni. An diesem ersten von drei Weltcups nehmen noch nicht alle führenden Ruder-Nationen teil, der Deutsche Ruder-Verband testet verschiedene Bootsbesetzungen, um die Mannschaften  zur Weltmeisterschaft im September zu selektieren.

Letzte Frage: Wie steht es derzeit um die Ruder-Talente beim RRC?

Kati Köster: Unser erfolgreichstes Talent ist leider nicht so in der Saison angekommen, wie wir es uns für sie erhofft haben. Julia Leiding ist jedoch eine äußerst disziplinierte und ehrgeizige Sportlerin.

Allerdings kam ihr ein Infekt in die Quere und verhinderte ihre Teilnahme an den Deutschen Kleinbootmeisterschaften. Diese sind jedoch ein fundamentaler Baustein für die Besetzung der Nationalmannschaft.

Wir sind aber sehr optimistisch, dass Julia mit ihren Leistungen weiterhin immer wieder unter Beweis stellen wird, dass sie an die Spitze gehört und neben den Farben des Rostocker Ruderclubs auch die deutschen Farben vertreten sollte.

Im Bereich der Juniorinnen bzw. Junioren sind wir nach langer Zeit endlich wieder breit aufgestellt und haben unter anderem mit Mathilda Kitzmann, Helen Kath und Philip Jürß „heiße Eisen im Nachwuchsfeuer“. Auch unsere „Sportlerinnen bzw. Sportler von übermorgen“ lassen uns optimistisch in die Zukunft schauen –  mit durchschnittlich etwa 30 Mitgliedern im Alter bis 14 Jahre konnten wir im Vergleich zum Jahr 2014 die Zahlen um fast 10 Mitglieder steigern.

Text: Marko Michels

https://mv-sport.de/endlich-die-lang-ersehnten-schwielen-an-den-haenden/